Pflegeanweisung

happy camel

Pflegeanweisung

Pflegeanweisung

Grundsätzlich dürfen Wolltextilien seltener gewaschen werden als Produkte aus Synthetik oder Baumwolle – häufig hilft es schon, sie auszulüften. Unsere Socken können bei 40°C in die Waschmaschine, ohne einzulaufen. Schonender für das Material ist es, sie bei 30°C im Schon- oder Wollwaschgang zu waschen.
Unsere Produkte aus 100% Kamel- und Yakwolle, insbesondere Mützen, Schals und Handschuhe sollten, wenn notwendig per Hand gewaschen werden.

Was macht Wolle so besonders?

Nicht nur im Outdoorbereich erlebt Wolle zurzeit ein Comeback. Der Trend geht wieder hin zu Naturfasern, da keine Kunstfaser die genialen Eigenschaften von Wolle vereinen kann: Wolle müffelt nicht, bleibt schön trocken und bietet besten Tragekomfort.


Gereinigte Kamelwolle vor der Weiterverarbeitung bei unserem Produzenten in Ulaanbaatar

Das Geheimnis für die einzigartigen Eigenschaften liegt in der Mikrostruktur von Wolle: Die stark gekräuselten Fasern bilden eine Vielzahl von kleinen Luftkämmerchen, welche die Körperwärme zurückhalten. Luft leitet Wärme nur relativ schlecht – dadurch wird die Körperwärme gespeichert und wirkt isolierend. Gleichzeitig reguliert Wolle den Feuchtigkeitshaushalt, da die Fasern hygroskopisch sind. Das bedeutet, dass sie bis zu 30 % ihres eigenen Gewichtes an Feuchtigkeit binden können, ohne, dass sich das Material feucht anfühlt. Nicht zuletzt riecht Wolle nicht so stark. Grund dafür ist zum einen die dachziegelartige Oberfläche der Fasern, wodurch sich Bakterien schwierig halten können und zum anderen ein natürlicher Selbstreinigungseffekt. Denn Wollfasern bestehen aus zwei verschiedenen Arten von Zellen. Bei der Aufnahme von Feuchtigkeit dehnen sie sich unterschiedlich stark aus und reinigen sich durch die entstehende Reibung selbstständig. Daher muss Wolle nicht so häufig gewaschen werden – häufig reicht es aus, die Klamotten für einige Stunden an die frische Luft zu hängen.


Kamelherde nach einem Schneeeinbruch im Archangai-Aimag

Kamel- und Yakwolle bietet gegenüber herkömmlicher Schafswolle vielerlei weitere Vorteile: Sie kratzt nicht, ist hautfreundlich, anschmiegsam und vergleichsweise robust und wird von vielen Allergikern sehr gut vertragen. Nicht zuletzt freut die Verwendung von Kamel- und Yakwolle auch Tierfreunde. Denn im Gegensatz zu der teilweise problematischen Haltung von Merinoschafen sind unsere Tiere happy. Kamele leben in der großen, weiten Steppe, beispielsweise in der Wüste Gobi; Yaks findet man vor allem im Gebirge. Dabei müssen die Tiere in der Mongolei an extreme Temperaturunterschiede angepasst sein. Im Sommer wird es bis zu 40° C, während die Temperatur im Winter auf -50° C fallen kann. Ihr flauschiges Wollkleid schützt die Kamele und Yaks dabei im Winter vor dem Erfrieren – und sorgt im Sommer durch die gute Atmungsaktivität dafür, dass sie weniger schwitzen. Bisher ist diese Wolle noch sehr exklusiv. Der Anteil von Kamelwolle an der weltweiten Wollproduktion liegt bei weniger als 0,05 %. Selbst Kaschmir wird um ein Vielfaches mehr verwendet – und ist dabei deutlich teurer und empfindlicher. Ebenso wie Kaschmirwolle besteht Kamel- und Yakwolle aus sehr feinen Fasern von etwa 14-28 Mikrometern, die dabei allerdings länger und dadurch auch robuster sind. Typischerweise können die Fasern nicht gebleicht werden.


Yakherde im Archangai-Aimag